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Beitrag vom 09.09.2021

Besuch des Ministerpräsidenten

„Das Ding hol‘ ich nach Schleswig“, ruft Lennart Sass dem Ministerpräsidenten Daniel Günther zu und schon wird der Ball im Showdown hin und her geschmettert.

 

Lange haben die Kolleginnen und Kollegen des LFS dem 09.09.2021 entgegengefiebert. Wurde er doch oft verschoben – der Termin – in dieser unwirklichen Zeit. Die Sonne scheint bei über 20°C, alle Räume sind für den Ministerpräsidenten herausgeputzt – was will man mehr?

Um 09:15 Uhr kommen Daniel Günther und seine Delegation am LFS an. Klaus Wißmann, Leiter des Landesförderzentrums Sehen (LFS), und der Ministerpräsident begrüßen sich via Ellenbogen. Die Aula könnte voller sein – aber da war doch was?! Corona! Klaus Wißmann findet die einleitenden Worte, begrüßt die Gäste und stellt das LFS vor. Die eine oder andere Bemerkung sorgt für Erheiterung und löst die Anspannung der letzten Tage.

Daniel Günther bekommt die Gelegenheit, sich bei einem Rundgang durch die Aula über die Arbeit am LFS zu informieren. Jedes Team und die verschiedenen Fachbereiche haben jeweils auf Tischen anschauliches Material vorbereitet.

Der Ministerpräsident scheint ein anwendungsfreudiger Mensch zu sein. Aktiv drückt er den Button auf der Lichtplatte. Eine Kindergeschichte wird abgespielt. Der Ministerpräsident bewegt die Figuren auf der Lichtplatte entsprechend der Geschichte und hat sichtlich viel Spaß!

Ob es das Ausprobieren einer Simulationsbrille, verschiedener Hilfsmittel oder das Erfühlen der Braille-Schrift ist, Daniel Günther ist sehr interessiert, stellt Fragen und taucht ein in die Lebenswelten der sehbehinderten und blinden Schülerinnen und Schüler.

Auf dem Flur bekommt er die Möglichkeit, sich unter Augenbinde und Anleitung der LPF-Trainerin Melanie Wülfing-Lausen ein Glas Wasser einzuschenken. Die Herausforderung nimmt er gerne an und dass ihm das nicht ganz so leicht gelingen will, sorgt für allgemeine Erheiterung. Als guter Verlierer zeigt sich der Ministerpräsident, als er gegen Lennart Sass 2:1 im Showdown verliert. Faust an Faust und ein Glückwunsch und schon geht es weiter mit dem Rundgang in der Aula.

Das Engagement der Elternvertretung sowie des Vereins scheinen ihn zu beeindrucken. Treffend stellt er fest, dass für gewöhnlich diese Ehrenämter zeitlich begrenzt sind. Am LFS kann man sich engagieren, bis die eigenen Kinder junge Erwachsene sind. Der Wunsch der Elternvertretung, sich endgültig aus dem Schulversuch zu lösen und fest am LFS etabliert zu sein, nimmt der Ministerpräsident zur Kenntnis und verspricht sich für sie einzusetzen.

„Zeit ist unser ständiger Gegner“, äußert ein Begleiter des Ministerpräsidenten und Recht hat er. Die Zeit vergeht wie im Fluge und der Besuch im Kurshaus fällt dementsprechend kurz aus. Gerade findet dort der Kurs „Zug um Zug“ statt und Daniel Günther hat die Gelegenheit, die Schülerinnen und Schüler in Aktion zu erleben. Janna Grothkopp zeichnet eine Bahnstrecke in die Schleswig-Holstein-Karte ein. Nach einem kurzen Plausch mit Janna stellt er sich gerne für ein Gruppenfoto zur Verfügung.
Die Diskussion in der Aula bildet den krönenden Abschluss. „Geflasht“ sei er von den vielen Eindrücken und beeindruckt von der Arbeit, die am LFS geleistet wird. In der kurzen Zeit hat er unsere Einrichtung verstanden. So stellt er fest, dass die Kolleginnen und Kollegen viele Freiräume haben, ihre Arbeit so zu machen, wie es für die Schülerinnen und Schüler am besten sei.

Auf die Frage, was denn das Land besser machen könne, gibt es gleich drei Meldungen. Souverän beantwortet er die Fragen und nimmt Aufträge entgegen. Für einen reibungsloseren Ablauf bei der Beantragung von Hilfsmitteln werde er sich einsetzen und Inklusion weiterhin in die Öffentlichkeit bringen, damit sich eine große Wirkung entfalten kann.



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