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Schülerinnen-Stimmen


Porträt von einer Schülerin mit roter jacke und Rucksack auf dem Rücken.
Beitrag vom 04.09.2020

Anna-Lena – Auf dem Weg in den Beruf

Mein Weg von der Schule in den Beruf (Anna, 22 Jahre)

Beim Landesförderzentrum Sehen, Schleswig (LFS) denke ich als erstes an das Kurshaus in Schleswig. Ich verbinde damit eine schöne Zeit und dass ich unter Gleichgesinnten war.

Für mich waren die Schülerkurse am LFS wichtig, weil dort auf meine Sehbehinderung so eingegangen wurde, wie ich es mir gewünscht habe.

Ich habe in meiner gesamten Schulzeit Kurse am LFS besucht. Am besten in Erinnerung habe ich den BO- Kurs zur Berufsvorbereitung und den Ferienkurs mit Jugendlichen von der Partnerschule Tartu. Da habe ich meine ersten Wörter estnisch gelernt. (mehr …)


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Neele – Ausbildung zur Physiotherapeutin

Neele ist hochgradig sehbehindert und befindet sich im 2. Ausbildungsjahr zur Physiotherapeutin. In theoretischen und praktischen Ausbildungsinhalten wird sie durch das Landesförderzentrum Sehen unterstützt.

Hier berichtet Neele, wie sie einige praktische Tätigkeiten in ihrem viermonatigen Praktikum in einer großen Klinik umsetzt:

 

Hier trainiere ich mit einem Patienten die Muskulatur des Standbeines als Vorübung zum Treppensteigen. Um die aufrechte Körperposition entsprechend korrigieren zu können, lege ich meine Hände an das Becken des Patienten.

 

Beim Treppensteigen ist eine gute Koordination von Unterarmgehstützen und Beinen gefordert. Hier gebe ich detaillierte Anweisungen zum Bewegungsablauf, damit der Patient schon bald gefahrlos die Treppen hoch und hinunter steigen kann.

 

Hier mobilisiere ich die Narbe nach einer Knieoperation, um mögliche Verklebungen unter der Haut zu lösen. Auf den Bildern ist zu sehen, wie ich die Schwellung abtaste und das Gewebe massiere.

 

Um den Grad der Schwellung genau feststellen zu können, wird dieser regelmäßig gemessen und dokumentiert. Hierzu benutze ich ein Maßband mit tastbaren Markierungen.


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Neele bei der Erprobung digitaler Schulbücher

Neele ist hochgradig sehbehindert und befindet sich in der Ausbildung zur Physiotherapeutin.

Neele ist hochgradig sehbehindert und befindet sich in der Ausbildung zur Physiotherapeutin. Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist der Fachbereich Anatomie.

Die Bilder und Darstellungen in Fachbüchern kann Neele ohne Hilfsmittel nicht erkennen.

 

Hier sieht man wie Neele eine digitale Version des Anatomiebuchs auf einem Tablet erprobt.

 

Auf diesem Bild ist zu sehen, wie Neele mit zwei Fingern in die Grafik hineinzoomt, um auch die Details des Bildes zu erkennen.


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Anna am Mischpult

Anna arbeitet mit großer Freude halbtags beim Husfunk für den Offenen Kanal Westküste, einer Abteilung der Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Obwohl Anna hochgradig sehbehindert ist, muss sie in der Redaktion nach den gleichen Qualitätsmaßstäben arbeiten wie ihre sehenden Kolleginnen und Kollegen auch.

Im Folgenden berichtet Anna über die Tätigkeiten, die sie in ihrem Berufsalltag verrichtet.

 

  • Hier lege ich die CDs für die Musik, die später im Radio gespielt werden soll in den Player.
  • Die Schalter am Player sind mit Kontrasten gestaltet und mit Punktschrift gekennzeichnet.
  • Die Musik wird über das Mischpult gesteuert und anschließend im Radio ausgestrahlt.
  • Interviews werden zum Teil telefonisch geführt und in die Sendung eingefügt.
  • Auf diesem Bild spreche ich gerade Kinonachrichten oder Ansagen für Musiktitel in das Mikrofon.
  • Mit dem Kopfhörer kann ich kontrollieren, wie lange die Musiktitel noch laufen und mit der Tastatur lade ich die Musikjingles in ein spezielles Programm ein, diese werden mir dann über die Sprachausgabe per Kopfhörer angesagt.

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Anna in der Wäscherei

Berufsbildungsbereich der WfbM

Anna arbeitet mit großer Freude in der Wäscherei einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Obwohl Anna hochgradig sehbehindert ist, muss sie die Wäsche nach den gleichen Qualitätsmaßstäben bearbeiten wie ihre sehenden Kolleginnen und Kollegen auch. Um dies zu schaffen, hat Anna Techniken und Systematiken durch eine Rehalehrerin des LFS vermittelt bekommen. Inzwischen kann Anna selbstständig und in angemessener Geschwindigkeit ihre Arbeit verrichten.

 

Auf dem Bild sieht man Anna vor einem großen Wäscheregal. Es ist mit großen Ziffern beschriftet, damit sie die fertige Wäsche für die Kunden richtig einsortieren kann.

 

Die Wäschestücke müssen immer nach dem gleichen Schema zusammengelegt werden. Anna hält ein Handtuch in beiden Händen und orientiert sich dabei an den umgenähten Kanten.Im Hintergrund sieht man große Industriewaschmaschinen.

 

Im nächsten Schritt faltet Anna das Handtuch auf dem Tisch liegend. Anna hat gelernt nach einem gleichbleibenden System zu arbeiten, damit die Handtücher exakt gestapelt werden können.

 

Anna legt ein T-shirt zusammen. Gute Kontraste und ein Legebrett erleichtern ihr diese Tätigkeit. Auch die T-shirts müssen immer auf die gleiche Weise zusammengelegt werden, damit sie anschließend exakt gestapelt und für den Kunden verpackt werden können.

 

Auf diesem Bild ist Anna beim Codieren der Wäsche zu sehen. Jedes Wäschestück hat einen Code, den sie hier einscannt. Die Nummer für das Regalfach wird ihr vergrößert auf einem Bildschirm angezeigt. Danach kann Anna die Wäsche in das richtige Fach einsortieren.

 

Hier legt Anna ein Handtuch in die Wäschemangel. Dabei muss sie darauf achten, dass das Handtuch gerade ausgerichtet ist und die linke Seite nach unten zeigt. Da Anna nicht sehen kann, ob das Handtuch richtig herum liegt, arbeitet sie hier taktil.

 

Große Wäschestücke werden im Team zusammengelegt. Auf dem Bild ist zu sehen, wie Anna mit einer Kollegin ein Laken aus der Mangel entgegennimmt.

 

Nach einer eingeübten Systematik wird das Laken gemeinsam gefaltet. Im Hintergrund des Bildes sieht man die große Industriemangel.

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Lars Werdegang am LFS

Mein schulischer/beruflicher Werdegang in Begleitung durch das LFS

Seit dem Jahr 1999 begleitet mich nun schon das Landesförderzentrum Sehen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich damals mit meiner Mutter zum ersten Mal in Schleswig im Internatsgebäude übernachtet habe. Das war der Anfang von etwas, was mein ganzes Leben beeinflussen sollte.Die ersten Kurse waren noch sehr ungewohnt für mein junges Ich. „Alleine” mit bis zu zwölf anderen Kindern, die eine Sehbehinderung haben oder blind sind. So war das also für meine Mitschüler, jemanden vor sich zu haben, der Texte sehr nah vor sein Gesicht halten muss und besonders behandelt wird. (mehr …)



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